Das tausche Taschen Verschlusssystem

Heute wollen wir dir von unseren Tests mit einem anderen Verschlusssystem berichten. Eigentlich hatten wir uns schon für die Umstellung auf Magnetverschlüsse entschieden, als wir im letzten Moment nochmals innehielten. Seit 2004 gibt es tausche und seitdem verschließen wir unsere Taschen mit Flausch und Klett. Der böse Teil, also die Haken alias Klett sind am Deckel angenäht und der weiche Teil, das Flausch, wird am Korpus angenäht. Treffen Klett und Flausch aufeinander, vergraben sich die harten Haken in den weichen Schlaufen des Flausches und halten sich da fest. Will man, dass sich beide Teile wieder trennen, reißt man sie auseinander. Und da sind wir bei den Nachteilen des Klett-Flausch-Systems:

  • durch das Reißen entsteht das typische Geräusch

  • durch das Reißen zerstören die Haken bei jedem Öffnen ein paar Schlaufen des Flausches

  • die Haken haken sich auch gern in andere weiche, oft seidig weiche, teure Stoffe

Das heißt, im Konzert nervt es und nach einer längeren Zeit halten die Deckel die Tasche nicht mehr so fest zu wie am Anfang. Und wer sich mit den Haken schonmal das seidige Blüschen zerstört hat, weiß, worauf er achten muss. Aber das sind die drei Nachteile. Mehr gibt es unseres Erachtens nicht. Und jetzt fragen wir dich, welches Produkt hat keine Nachteile? Die vielen Vorteile wie Einfachheit, Flexibilität in der Schließhöhe, Gewicht, Verarbeitbarkeit, Schnelligkeit im Auf- und Zumachen, farbliche Varianz oder Umweltverträglichkeit verschwinden immer hinter wenigen Nachteilen.
Aber selbst diese wenigen Nachteile wollten wir mit dem Magnetverschluss aus dem Weg räumen. Wir hätten das Geräusch etwas reduzieren können, wir hätten verhindert, dass sich Deckel bei Unachtsamkeit in teuere Kleidung verhaken und sie schädigen und vielleicht ermüden Magnete etwas später. Dafür hätten wir mehrere Nachteile in Kauf nehmen müssen.

  • Magnete sind viel teurer, die Kosten hätten wir auf den Taschenpreis schlagen müssen

  • Die Schließhöhenvariabilität wäre verloren gegangen, oder wir hätten vier bis sechs "female parts" an den Taschenkorpus anbringen müssen, was die Kosten weiter erhöht hätte

  • Die Haltekraft der Magnete war nicht hoch genug, bei Auswahl eines bestimmten Systems wäre die Haltekraft hoch genug gewesen, aber die Einhandbedienung hätte dann nicht mehr funktioniert

  • Die Aufbauhöhe der Deckel und Taschenkörper wäre sehr groß geworden

  • Das Gewicht der Taschen hätte stark zugenommen

  • Magnete sind "Seltene Erden" und kommen aus politisch schwierigen Regionen, hergestellt in Deutschland wäre nicht möglich gewesen

  • Magnete können Geldkarten zwerstören

Wir hätten uns also mehr Nachteile ins Haus geholt. Deswegen haben wir beschlossen, das bestehende Verschlusssystem beizubehalten und es zu optimieren. Wir haben nun an den großen Taschen ab der Tagediebin einen zusätzlichen Flauschstreifen quer eingesetzt. Damit hält die Tasche an der Standardposition noch besser zu. Außerdem ergibt sich dadurch auch eine längere Haltbarkeit des Flausches.
Bleibt noch das Geräusch. Viele lieben es ja wegen des Diebstahlschutzes. Und wem es zu laut ist, der kann auf unsere Leisetreter zurückgreifen. Einfache Flauschstreifen für die Deckel, die die Haken abdecken - ganz oder teilweise - je nachdem wie du es anbringst. Ganz nebenbei verlängerst du durch den Einsatz des Leisetreters die Lebensdauer des Flausches an der Tasche noch weiter. Frag uns danach.

Wenn dein Flausch nicht mehr hält, kannst du übrigens deine Tasche für 19 € reparieren lassen. Oder du kaufst dir einfach einen neuen Korpus.

 

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